Bio-Pasta aus Italien – Il Cerreto

Bio Agriturismo Il Cerreto in Pomarance

Carlo Boni Brivio und seine Frau Paola sind Besitzer und Betreiber des Agriturismo Il Cerreto, eines Landgutes im Herzen der Toskana, zu dessen Namen die Attribute „biologica“ und „biodinamica“ gehören, die wohl keiner Übersetzung bedürfen.

Die agrarische Produktion des 500-Hektar-Betriebes in der Gemeinde Pomarance, rund 60 Kilometer südöstlich von Pisa, geschieht nach Demeter-Richtlinien, die Beherbergungsstätte einschließlich eines vegetarischen Restaurants ist nach ABIcert-Normen biozertifiziert.

Der 65-jährige Boni Brivio, gebürtiger Mailänder und einst Dozent für Unternehmenskultur und Finanzwissenschaften an der Universität seiner Heimatstadt, erwarb das Anwesen vor nunmehr 27 Jahren und zog mit seiner Familie aus der lombardischen Millionenmetropole aufs Land. „Wir hatten erkannt, dass es notwendig ist, einige Dinge in unserem Leben zu ändern“, sagt er und fügt nach einigem Nachdenken hinzu: „Wir wollten Verantwortung übernehmen für eine Natur, die allzu häufig missbraucht und manipuliert wird.“

Von diesem Credo wichen Carlo Boni Brivio, seine Frau Paola und ihre 42 Mitarbeiter von Il Cerreto nie auch vier einen Millimeter ab und so entstand ein landwirtschaftlicher Musterbetrieb, der nicht nur in der Toskana einen erstklassigen Ruf genießt, sondern auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist.

Was gibt es noch auf Il Cerreto?

Auf rund 150 Hektar wird Getreide angebaut – zum Teil uralte Sorten: Hart- und Weichweizen, Emmer, Einkorn, Dinkel. „Auf unseren tonigen Böden gibt es natürlich keine Rekorderträge“, so Carlo Boni Brivio, „aber in den Kategorien „viel-viel-viel“ und „mehr-mehr-mehr“ denken wir auch nicht.“ Vieles davon wird in der hofeigenen Steinmühle vermahlen und als Mehl vermarktet oder für die Pastaproduktion genutzt.

Il Cerreto

Weitere wichtige Feldfrüchte sind Erbsen, grüne und rote Linsen, Leinsamen, Sonnenblumen und Hirse. In einem guten Dutzend Gewächshäuser wachsen Gemüse und Kräuter – und es gibt rund 800 Olivenbäume, deren Öl allerdings mehr oder weniger dem Eigenbedarf dient.

Besonders stolz ist Boni Brivio auf eine Herde Milchkühe – 40 Tiere – der ursprünglich aus dem Friaul stammenden Rasse Pezzata Rossa, die vor über 150 Jahren aus der alten Lokalrasse Friulana und dem rotfleckigen Simmentaler Rind gekreuzt wurde. „Eigentlich sind es typische Zweinutzungs-Rinder“, erzählt er, „wobei allerdings in den nördlichen Provinzen Italiens die Fleischerzeugung keine Rolle spielt.“

Il Cerreto

Auch auf der Azienda Il Cerreto wird ausschließlich die Milch zur Joghurt- und Käseherstellung genutzt, natürlich in der ebenfalls hofeigenen Käserei.
Ackerbau und Viehzucht und die vielfältige Verarbeitung der erzeugten Produkte ergeben einen geschlossenen Kreislauf, eine Kreislaufwirtschaft, die zu den wichtigsten Prinzipien der Biodynamik gehört.

Claudio Boni Brivio spricht von „einem lebendigen Organismus, dessen einzelne Bestandteile zum harmonischen Funktionieren des Ganzen beitragen“.
So gesehen, haben der frühere Uni-Dozent und seine Frau das erreicht, was sie sich vor 27 Jahren, als sie Il Cerreto erwarben, vorgenommen hatten.

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Il Cerreto ist einer dieser magischen Orfe, an denen einfach alles stimmt. Das gilt sowohl für die nachhaltige Landwirtschaft, die manufakturelle Verarbeitung der erzeugten Produkte, ihre Präsentation in einem wunderbar unaufgeregten Hofladen (unsere Favoriten sind die auch bei der BIO COMPANY erhältlichen Pastasorten, die den Faella-Edelprodukten aus Gragnano durchaus ebenbürtig sind, als auch für das touristische Standbein des Landgutes.

Il Cerreto

In den antiken Gebäuden würde ein Bio-Hotel geschaffen, das ganz und gar die Bedürfnisse von Gästen erfüllt, die in ihrem Urlaub Ruhe mit Ästhetik verbinden wollen.

Azienda Agricola Biologica Biodinamica
I-56045 Pomerance (PI)
Loc. Il Cerreto
Tel. +39 0588 – 642 13
www.ilcerreto.it

 

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