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Moderne levantinische Küche im Feinberg´s

„Wir wollen, dass Genuss und Geselligkeit bei uns zu gleichen Teilen im Mittelpunkt stehen“, so formuliert Feinbergs Partnerin Kamila Thomas den Anspruch. Die 29-Jährige stammt aus Usbekistan, studierte in Hamburg …

Vor vier Jahren kam Yorai Feinberg nach Berlin, damals noch mit ziemlich ungenauen Vorstellungen, was er hier machen könne. Beratungstätigkeiten vielleicht, möglicherweise Lebensmittelimporte, irgendwas mit Mode…

Schnell merkte er, was ihm in der Stadt besonders fehlte – kulinarische Angebote, wie er sie aus Israel kannte. „Moderne levantinische Küche“, nennt es Feinberg. Der Begriff, hierzulande nicht besonders gebräuchlich, bezieht sich auf die Levante, so nannten die Römer alle Mittelmeerländer östlich von Italien. „Es ist eine der offensten und experimentierfreudigsten Küchen, die unterschiedliche Einflüsse mixt und daraus das Beste macht“, erklärt er. Sie sei zum größten Teil vegetarisch, erfahren wir, beziehe Hülsenfrüchte ein, vor allem Kicherebsen und verschiedene Linsensorten, verzichte aber nicht völlig auf Fleisch.

Yori Feinberg und seine Partnerin Kamila Thomas.

Im März 2013 beendete Feinberg den Mangel und eröffnete in der Fuggerstraße ein Restaurant, dem er seinen Namen gab. Der winzige Wohnzimmer-Laden lief so gut, dass er vor ein paar Wochen in größere Räume gleich nebenan zog, aus 50 wurden 200 Quadratmeter, aus 30 gleich mal 130 Plätze.

„Wir wollen, dass Genuss und Geselligkeit bei uns zu gleichen Teilen im Mittelpunkt stehen“, so formuliert Feinbergs Partnerin Kamila Thomas den Anspruch. Die 29-Jährige stammt aus Usbekistan, studierte in Hamburg Journalismus, landete in Berlin und lernte Yorai Feinberg durch eine Fernsehsendung kennen. „Tatsächlich haben wir bei einem Falafel-Special der Kabel1-Reihe ‘Mein Lokal – Dein Lokal’ den ersten Platz belegt“, grinst Feinberg, „und Kamila kam ins Restaurant, um die besten Falafeln Deutschlands zu probieren, so war das.“

Daneben gibt es Sabich und Shakshuka, beide vegetarischen Gerichte auch in einer veganen Variante, also ohne Ei, ein Dutzend Hummusofferten, den berühmten Chraime Fisch mit einer Tomaten-Paprika-Koriander-Sauce und Feinbergs Jerusalem-Mix, ein Hähnchenbrustfilet mit Geflügelleber und -herzen, das mit einer orientalischen Baharat-Mischung gewürzt und mit Reis oder Pommes serviert wird.

„Zu Pessach, dem achttägigen Fest, bei dem an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und ihre Geburt als Volk Israel gedacht wird, stellen wir lange Tafeln auf und servieren ein besonderes Menü“, erzählt Yorai Feinberg außerdem. Ähnliches plant er auch zu Rosh ha-Schana, dem jüdischen Neujahrsfest. „Ich bin zwar nicht religiös, aber ich achte die Tradition“, sagt er.

Yorai Feinberg offeriert seinen Gästen auch eine kleine Auswahl zumeist koscher erzeugter israelischer Weine. Es sind kräftige, körperreiche rote Gewächse, gleichzeitig jedoch von erheblicher Eleganz (Cabernet Sauvignon, Merlot). Erstaunlich, wenn man hört, dass der Qualitätsweinbau in Israel erst Anfang der 80er Jahre begann. „Das bedeutet“, so der Berliner Autor Stuart Pigott, „dass man in Israel eine neue Welt des Weins erlebt.“

Restaurant Feinberg´s

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Fuggerstraße 37
10777 Berlin-Schöneberg
Tel. 030 – 91 55 34 62
www.feinbergs.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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