Von wegen Augenmaske: Gurken können mehr!

Schon gewusst, dass die Gurke nicht nur Haut und Haaren schmeichelt, sondern auch unsere Leber pflegt, den Blutzuckerspiegel senkt und sogar Mundgeruch beseitigt?

Die Salatgurke gehört als hochkarätiger Health-Booster immer auf den Teller!

Von wegen „geschmacksblasses, wässriges Gemüse“, das höchstens für kosmetische Anwendungen gut taugt. Längst ist unsere (inzwischen ganzjährig verfügbare) Schlangengurke wegen ihrer Fülle an gesunden Inhaltsstoffe zur Superfood-Rohkost avanciert und viel zu schade, um auf die faltige Haut oder müde Augenringe gelegt zu werden. Was einem stolzen italienischen oder griechischen Koch schon aus kulinarischem Respekt vor seinen Nationalgerichten nicht in den Sinn käme – schließlich ist die Gurke unverzichtbarer Bestandteil einer Gazpacho-Suppe bzw. eines Tzatziki-Dips und beide Speisen würde es ohne dieses Gemüse gar nicht geben. 

Trotz ihres extrem hohen Wasseranteils von über 95 Prozent wird die Salat- bzw. Schlangengurke in der modernen Küche inzwischen als hochkarätige Wellnesskost gehandelt. Allein in den verbleibenden fünf Prozent ihres nichtflüssigen Volumens befindet sich eine wahre Fülle an Kostbarkeiten für unser Wohlbefinden: Phosphor, Betacarotin, Vitamin B3-(Niacin) und B9-(Folsäure), Vitamin E und Silizium sind quasi ein komplettes Antiaging-Pflegepaket für Haut, Haare, Nägel, Knochen und Bindegewebe.

Als Jungbrunnen von innen spielt auch das Fruchtwasser der Gurke eine entscheidende Rolle. Denn dieses kostbare, sogenannte „Hexagonalwasser“ besteht (so wie auch bei Tomaten oder Melonen) aus sechseckig angeordneten Wassermolekülen (ursprüngliche Schneekristall-Struktur), die vom menschlichen Körper besonders gut aufgenommen und verarbeitet werden. Mit viel Kalium und Magnesium stärkt die Gurke außerdem Herz und Knochen und wirkt sanft entschlackend (ähnlich dem detoxing-Effekt bei Brennessel oder Ananas).

Und mit dem Antioxidans „Fisetin“ besitzt sie einen vorwiegend in ihrer Schale enthaltenen, sekundären Pflanzenstoff, der die Nervenzellen beruhigt und unsere Gehirn- und Gedächtnisleistung verbessert. Noch ein weiteres, bemerkenswertes Gesundheitsplus schlummert in der Gurkenschale, die – Bioqualität vorausgesetzt –  immer mitgegessen werden sollte: nämlich verdauungsförderliche Bitterstoffe, die Balsam für Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sind und sogar unseren Blutzuckerspiegel senken.

Wie auch Melone, Kürbis oder Zucchini bildet die Gurkenfrucht zur Abwehr von Fressfeinden bittere Enzyme, sogenannte „Curcubitacine“, deren zuckerabbauende Wirkung unserem körpereigenen Hormon Insulin ähnlich ist. Da diese in höherer Konzentration toxisch sind, wurden sie, so wie auch der krumme Wuchs der Schlangengurke, im Laufe der Jahre konsequent weggezüchtet. Musste zu Omas Zeiten noch jede Salatgurke von der Mitte her aufgeschnitten werden, um deren Bitterstoffgehalt und Verzehrtauglichkeit zu prüfen, so enthält die heutige industrielle Kulturzuchtgurke aus dem Supermarkt nur noch einen kaum schmeckbaren Hauch an Cucurbitacinen.

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Doch die reichen aus, um die Salatgurke zu einem äußerst diabetiker-freundlichen Lebensmittel zu machen, das gerade wegen seiner blutzuckerregulierenden Wirkung möglichst oft auf dem Teller landen sollte. Ob als geschrebbelter Salat, Kaltsüppchen, Gemüse-Smoothie oder griechischer Joghurtdip sorgt sie gerade in den warmen Monaten für erfrischende Gaumenfreude. Da ein Teil ihrer sekundären Pflanzenstoffe, sogenannte „Phytosterine“ bereits im Gaumen ihre antioxidative Wirkung entfachen, hilft der Verzehr von Salatgurken last but not least sogar gegen Mundgeruch. Womit selbst nach Genuss eines übermäßig stark mit Knoblauch gewürzten Tzatziki kaum Gefahr für schlechten Atem bestehen sollte…

Gesund geschrieben von Mike Draegert 

 

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